Charakter & Eigenschaften

Fenstern und Türen aus Holz, Kunststoff und Metall

Fenster und Haustüren prägen die Fassaden von Häusern entscheidend. „Die Haustür ist die Visitenkarte eines Hauses und wird immer mehr zum hochwertigen Einrichtungsgegenstand“, erklärt Tischlermeister Andreas Kahrs vom Unternehmen Kahrs + Schulz Holzwerkstatt in Borgfeld.

„Zu den weißen Fenstern muss es nicht auch die weiße Haustür sein.“ Mit einer Haustür ließe sich heute vielmehr ein interessanter Kontrast setzen. „Die neuen Haustüroptiken sind sehr vielfältig. Beliebt sind Modelle, die schön, exklusiv und einzigartig sind“, sagt Andrea Wilke, Marketingexpertin bei der Tischlerei Kemena in Habenhausen. Dazu gehörten besonders Türen mit viel Glas.

Holz

Unterschiedliche Rahmenmaterialien von Fenstern und Türen haben jeweils ihren ganz eigenen Charakter. Holz zum Beispiel wirkt natürlich, warm und wertig. Es hat eine einzigartige Haptik und Optik. Die Maserungen sind charaktervoll und die Oberflächen bleiben auch bei tiefen Außentemperaturen immer leicht warm. Weil der Werkstoff nicht künstlich hergestellt wird, werden keine wertvollen und begrenzt erfügbaren Ressourcen verbraucht. Während des Wachstums ist die Sonne einziger Energiegeber. Hierbei binden Bäume Kohlendioxid, das während der gesamten Nutzungszeit des Holzes gespeichert bleibt. Da Holz Feuchtigkeit aufnehmen und bei trockener Luft wieder abgeben kann, tragen Holzfenster und Holztüren zum angenehmen und gesunden Wohnklima bei. Dazu kommt, dass Holz – nicht zuletzt wegen der heute möglichen Modifizierungen – extrem robust und leicht zu pflegen ist und eine hohe Wärmedämmung hat. „Mit Holz gibt es außerdem viele Gestaltungsmöglichkeiten. Aus Holz lässt sich die Originaltür von 1890 für ein Altbremerhaus nachbauen“, sagt Andreas Kahrs. Denn das Naturmaterial lasse sich leicht gestalten und profilieren und sei problemlos an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar.

Kunststoff

Ebenfalls sehr haltbar sind Kunststofffenster. Es gibt sie in klassischem Weiß, aber auch in allen weiteren denkbaren Farben – entweder mit durchgefärbtem Kunststoff oder bunt lackiert, mit farbiger Metallschale oder mit Holzdekoroberflächen mit Struktur. Die im Rahmenprofil eingearbeiteten Luftkammern geben Kunststofffenstern ihre guten Dämmeigenschaften. Noch einen Schritt weiter gehen dabei Fensterprofile, die mit zusätzlichen Dämmmodulen ausgestattet werden können. Kunststofffenster sind leicht zu reinigen und sehr widerstandsfähig gegen Wind und Wetter. Kunststoff-Metallfenster gibt es mit Pulverbeschichtung in allen Farbtönen. Sie eignen sich außerdem ideal zur optischen Anpassung an Metallfenster-konstruktionen in der Nachbarschaft.

Metall

Die dritte Fensterart ist das Metallfenster: Egal, ob aus Aluminium oder Stahl gefertigt, besitzt es sehr gute statische Eigenschaften, eine lange Lebensdauer und ist Gestaltungselement für anspruchsvolle Architektur. Dank der Stabilität können große Fensterflächen beziehungsweise Flügelgrößen gefertigt werden, bei denen die Rahmen optisch kaum noch ins Gewicht fallen. Aluminiumrahmen sind eloxierbar: Sie können mit einem elektrolytischen Verfahren silber-, gold- oder bronzefarben gefärbt werden. Außerdem eigenen sie sich – so wie Stahlrahmen auch – für eine Pulverbeschichtung. Beiden Metallarten gemein ist die sehr leichte Pflege: Sie sind einfach zu reinigen und brauchen keinen Anstrich. Für die gute Wärmedämmung sind hier thermische Abtrennungen oder eingearbeitete Dämmprofile verantwortlich.

Text: Claudia Kuzaj, Foto: Windeler