Ein Künstler als Geschichtenerzähler

Zurzeit ist das kulturelle und künstlerische Leben nur mit Einschränkungen zu genießen. Deshalb findet eine Verlagerung von Kunst- und Kulturpräsentation aus dem öffentlichen Raum in die virtuelle Welt statt. Darauf hat sich auch die Galerie Mönch eingestellt. Die Arbeiten des belgischen Künstlers Lebuin D’Haese sind nach wie vor bei Christine und Jochen Mönch zu sehen, entweder durch einen Überblick auf der Homepage, aber auch durch einen persönlichen Kontakt zur Galerie. Nur nach telefonischer Absprache öffnet das Ehepaar die Tür ihrer Galerie für einzelne Kunstinteressierte oder liefert ausgesuchte Werke zur Ansicht direkt nach Hause.

Auf der Homepage der Galerie ist nicht nur der aktuell ausgestellte Künstler Lebuin D’Haese mit seinen Werken zu sehen, sondern auch alle weiteren Kunstschaffenden, die durch die Galerie Mönch vertreten werden. Der Kontakt kann durch die Galerie vermittelt werden, um somit Auftragsarbeiten bzw. bereits bestehende Gemälde oder Skulpturen zu ordern. Damit wird nicht nur die Galerie Mönch unterstützt, sondern auch die Künstler in ihrem Schaffen gestärkt. Dazu zählen renommierte Maler und Bildhauer, wie Elvira Bach, Johann Büsen, Jürgen Schmiedekampf, Eberhard Szejstecki oder Gudrun Trendafilov – und nun auch Lebuin D’Haese. Lebuin D’Haese hat ein weit-verzweigtes Werk geschaffen, das u.a. Skulpturen, Malereien, Grafiken und poetische Verse sowie Bücher umfasst. Dieser höchst produktiven Seite des Künstlers spürt die Galerie Mönch derzeit nach. Zu sehen sind zahlreiche Terrakottaarbeiten, Bronzeskulpturen, Gemälde sowie Arbeiten auf Papier. D’Haese zählt in seinem Heimatland zu den bekannten Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart. In Deutschland waren seine Werke bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, für Bremen stellt die Ausstellung bei Christine und Jochen Mönch allerdings eine Premiere dar. „Der Künstler ist auf uns zugekommen und hat den Kontakt gesucht. Sein Oeuvre passt hervorragend in unser Galeriekonzept. Deshalb sind wir sehr froh, Lebuin D’Haese erstmals in Oberneuland begrüßen zu dürfen“, erklärt Jochen Mönch. Lebuin D’Haese wurde 1956 im belgischen Sint-Niklaas geboren, absolvierte ein Studium an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Gent und lebt und arbeitet in Antwerpen. Das Werk des Belgiers überrascht durch Vielgestaltigkeit und unerwartete Wendungen. Dies entspricht den breit gefächerten Interessen des Künstlers – Lebuin D’Haese ist ein Geschichtenerzähler – und er erzählt seine Geschichten auf vielerlei Weise. Der Künstler selbst bezeichnet sein Schaffen so: „Meine Kunst ist ein Haus mit offenen Türen. Die Skulpturen müssen den Betrachter unmittelbar ansprechen.“ Daher benutzt D’Haese traditionelle, leicht zu erkennende Formen und gibt den Figuren Namen und Überschriften.
Dadurch wird der Betrachter in eine gewisse Richtung gelenkt und angehalten, über das Objekt nachzudenken.

Aber nicht nur in den Skulpturen wird diese Formensprache sichtbar. Auch die großen Acrylbilder zeigen ähnliche Gedanken der Umsetzung. Illustrativen Charakter haben die zahlreichen Arbeiten auf Papier, die in zarten Strichen die feinsinnigen Gedanken des Künstlers visualisieren. Die Themen der Arbeiten, sei es nun bei den Skulpturen oder in den Gemälden und Grafiken, spiegeln das momentane Zeitgeschehen wider und bezeugen das Interesse des Künstlers an globalen Veränderungen.

Kontakt: Besuche und Verkäufe nach telefonischer Vereinbarung.
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Tel. 0421 256652,
Fax. 0421 255481

Text und Foto: Meike Müller