Traumgarten: Fit durch den Sommer

Sommerzeit ist Gartenzeit. In diesen Monaten spielt sich ein Großteil der Freizeit draußen ab. Zeit mit der Familie verbringen, den Kindern beim Toben im Planschbecken zusehen, fröhliche Grillpartys mit Freunden feiern: Alles das gehört für viele zu einem gelungenen Sommer im eigenen Garten dazu. Zwischendurch sind ein paar Handgriffe zu erledigen, damit das Grün in Schuss bleibt. Je nach Witterungslage sollten Hecken, Rasenflächen und Blumenbeete gewässert werden. Zudem benötigt der Rasen einen regelmäßigen Schnitt und auch Hecken und Sträucher erfordern etwas Aufmerksamkeit, damit sie ihr adrettes Erscheinungsbild über den Sommer behalten.

Weniger ist mehr beim Mähen und Wässern des Sommerrasens

Bei warmen Temperaturen und ausreichend Wasser sprießt der Rasen üppig und benötigt einen regelmäßigen Schnitt.
Ein bequemes Arbeiten ermöglichen akkubetriebene Mäher. Mit ihnen kommt der Freizeitgärtner flexibel und mobil voran, ganz ohne Kabelwirrwarr. Dabei lautet die Empfehlung für Gartenbesitzer: Das Gras nicht zu kurz und dafür lieber häufiger mähen. „Sommerrasen sollte man insbesondere bei Hitze nicht kürzer als fünf Zentimeter schneiden. Nur dann können die Grashalme den eigenen Trieben ausreichend Schatten spenden“, sagt der Experte Jens Gärtner. Sollte das Grün nach dem Urlaub außer Form geraten sein, kann man besser mehrere Runden mit dem Mäher absolvieren statt nur einen Durchgang – so vermeidet man gelbe Spitzen an den Halmen.
Auch in Sachen Wasser kann weniger mehr sein: „Häufiges Beregnen mit kleinen Wassermengen kann dem Rasen eher schaden als nutzen“, erklärt Gärtner. Bei Trockenheit sollte dieser nur ein- bis zweimal pro Woche, dafür aber ausgiebig bewässert werden. Als Faustregel werden 20 bis 25 Liter pro Quadratmeter empfohlen.

Gut in Form bleiben während der warmen Jahreszeit

Nicht nur Gras wächst im Sommer kräftig. Auch Thuja, Liguster und Buchsbaum treiben munter aus. „Um die Vogelwelt und ihren Nachwuchs zu schützen, sind kräftige Heckenrückschnitte in der warmen Jahreszeit untersagt. Leichte Formschnitte sind hingegen erlaubt und auch zu empfehlen”, sagt Jens Gärtner. Um das Grün in der gewünschten Form zu behalten, bietet sich eine akkubetriebene Strauchschere an. Das handliche Gerät ermöglicht ein bequemes Arbeiten, ohne dass die Arme ermüden. Nicht zuletzt sind Akku-Geräte abgasfrei und leise, so dass die Nachbarschaft nicht gestört wird.

Unkraut adé

In einer Wildblumenwiese sind Disteln, Löwenzahn und Kleeblätter gern gesehen. Auf einem Rasen im eigenen Ziergarten ist für sie jedoch nicht der richtige Platz. Bevor sie überhandnehmen, sollte der Hobbygärtner eingreifen. Denn unbehandelt bleiben Unkrautsaaten jahrzehntelang keimfähig und der schöne Rasen wird arg in Mitleidenschaft gezogen.

Die Nährstoffe im Blick behalten

Sogenannte Ungräser entziehen den Rasenpflanzen die Nährstoffe. Die Gräser werden verdrängt, der Rasen wird löchrig, die unliebsamen Störpflanzen breiten sich flächendeckend aus. Viele Unkräuter vertragen allerdings keinen Schnitt. Gerade nach der Rasendüngung sollte man daher regelmäßig mähen.
Wenn das Unkraut jedoch auch durch Mähen und Ausstechen nicht mehr in den Griff zu bekommen ist, kann eine Behandlung mit einem Unkrautvernichtungsmittel erforderlich werden. Gut geeignet sind z.B. Kombiprodukte wie Unkrautvernichter + Rasendünger, die Unkräuter einerseits wirkungsvoll bekämpfen und andererseits den Rasen gleichzeitig mit Nährstoffen versorgen.

Dem Rasen Zeit geben

Wenn ein Rasen in dieser Saison neu eingesät wurde, sollte man drei Monate lang warten, bis man zu Unkrautvernichter greift. Die Gebrauchsvorschriften auf der Packung und eventuell bestehende regionale Einschränkungen des Gesetzgebers sind jeweils zu beachten. Zudem sollte man nach Verwendung des Unkrautvernichters Kinder und Haustiere für drei Tage nicht auf die behandelte Rasenfläche lassen.

Moos beseitigen

Manchmal sind es allerdings nicht die Unkräuter, sondern ein verstärkter Moosbefall, der den Rasen zerstört. Moos im Rasen ist ein Zeichen von Nährstoffmangel, starker Schattenlage und verdichtetem Boden. Hier sticht der Gärtner mit einem Handaerifizierer in den Boden und füllt die so entstandenen Löcher mit Sand auf. Das macht ihn insgesamt lockerer und verhindert Staunässe, die immer eine Moosbildung begünstigt. Bei sehr starkem Moosbefall kann man zu einem Rasendünger mit Eisen greifen. Hobbygärtner bekommen ihn im Fachhandel oder unter www.eurogreen.de. Um Rostflecken zu vermeiden, sollte die Fläche zwei Tage nach dem Ausbringen nicht betreten
werden.

Foto: djd/EUROGREEN/Getty Images/Bill Grove